Dunkle Vergangenheit des ehemaligen Stadtdirektors: PIRATEN fordern Umbenennung der Otto-Grimm-Straße

CC-BY-SA Patrick Viola

Der ehemalige Stadtdirektor Otto Grimm war laut aktuellen Recherchen überzeugter Nationalsozialist und möglicherweise sogar Kriegsverbrecher. Die Piratenpartei Leverkusen fordert, dass sich die Stadt Leverkusen aufgrund der neuen Erkenntnisse distanziert und die nach ihm benannte Straße umbenennt.

Pirat Oliver Ding kommentiert: „Die Stadt Leverkusen hat Otto Grimm für seine Tätigkeit als Oberstadtdirektor ohne Kenntnis seiner Vergangenheit mit dem Ehrenring der Stadt sowie der Benennung einer Straße geehrt. Diese Auszeichnungen müssen umgehend zurückgenommen werden. Der Name „Otto Grimm“ muss schnellstmöglich von unseren Straßenschildern verschwinden. Wir schlagen vor, die Straße stattdessen nach der Nazijägerin Beate Klarsfeld, dem verstorbenen Nazijäger Fritz Bauer oder dem amerikanischen Whistleblower Edward Snowden[1] zu benennen.“

Der Leverkusener Anzeiger berichtet[2], dass Grimm weit mehr als nur ein Mitläufer war und auch während und nach seiner Tätigkeit in Leverkusen eng mit ehemaligen nationalsozialistischen Mitstreitern in Kontakt stand. Entsprechende Belege entdeckte der ehemalige Leverkusener SPD-Fraktionsgeschäftsführer Mike Busse-Lepsius in Thüringer Archiven. Im Rahmen der Entnazifizierung waren diese Akten leider nicht verfügbar, da sie im thüringischen Altenburg in der sowjetischen Besatzungszone lagen.

Wir PIRATEN sagen: „Nationalsozialismus hat in Leverkusen keinen Platz“. Hier muss die Stadt zeitnah handeln.

Klarmachen zum Ändern!

[1] http://mobil.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/online-petition-edward-snowden-strasse-in-opladen–2033820
[2] http://mobil.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/oberstadtdirektor-funde-belegen-nazi-vergangenheit-von-leverkusener-ehrenringtraeger-23813206-seite3


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