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Natürlich Leverkusen

CC-BY-NC Mite

Die Onlinezeitung NRW hat uns für die Ausgabe 2/2015 des Freizeitmagazins „AL – Aktuelles aus Leverkusen“ nach unserer Einschätzung zu Natur und zu Chancen für ein grüneres Leverkusen befragt. Wir haben natürlich sehr gerne geantwortet und wollen Euch dies nicht vorenthalten.

Was fällt Ihnen zur „Natur innerhalb der Stadt“ ein?
Leverkusen ist eine grüne Stadt mit reichlich wunderschöner Natur. Nicht nur Projekte wie Neulandpark, Japanischer Garten oder Naturgut Ophoven bieten wohltuende Akzente. Auch die vielen Waldgebiete und Flussauen zeigen, dass Leverkusen nicht nur Werksstadt ist, sondern sich auch den ländlichen Charakter des Bergischen Lands bewahrt hat.

Wo konkret bestünde Handlungsbedarf für mehr Grünflächen?
Vor allem in den drei Zentren, insb. in Wiesdorf und Opladen wäre Platz für mehr Grün. Diese Zentren wollen wir durch urbanes Gärtnern begrünen. Zudem hat die Bauplanung stadtweit so zu erfolgen, dass natürliche Einheit vorhandener schutzbedürftiger Flächen nicht zerschnitten wird. Ohne validen Bedarfsnachweis und gegen den Willen der ansässigen Bürger dürfen solche Projekte nicht durchgezogen werden, die Grünflächen und Waldstücke für zweifelhafte Bauprojekte opfern.

Haben Sie Lösungsvorschläge oder erste Ansätze, um Leverkusen grüner zu gestalten?
Brachliegende Flächen sollen von der Stadt (z.B. durch Vergabe im Grünflächenamt) zur Bepflanzung freigegeben werden. Eigene Initiativen von Bürgern (z.B. urbanes Gärtnern) auf öffentlichen Flächen dürfen nicht bestraft, sondern müssen unterstützt werden. Auf grauen Freiflächen (wie Verkehrsinseln) sollte die Begrünung durch Seedbombs ermöglicht werden. Bei städtischem Grün sollte zudem verstärkt auf Früchte tragende Pflanzen im Sinne einer essbaren Stadt gesetzt werden. Private Hausbesitzer sollten motiviert werden, Dächer und Hausfassaden zu begrünen.
Innerstädtische Grünflächen, wie zum Beispiel Parks oder Gärten, sollten erhalten werden und dürfen nicht renditeträchtigen Bauvorhaben oder ähnlichen Maßnahmen zum Opfer fallen. Beispiel ist das Bauvorhaben der Vivawest in der Ehrlichstrasse, wo unter Aushebelung des Denkmalschutzes Kleingärten vernichtet worden sind.

Die veröffentlichten Antworten findet ihr unter http://www.al-leverkusen.de/content/ausgabe/ausgabe-0515/stimmenfang.php bzw. http://www.al-leverkusen.de/images/archiv/ausgabe-0215.pdf (PDF, Seiten 10 bis 12).