Rathaus Leverkusen

Die Wochenpost hat uns für die Kommunalwahl nach unseren Vorstellungen zum Thema Handel in Leverkusen gefragt. Wir haben natürlich gerne geantwortet und wollen Euch dies nicht vorenthalten. Weiter unten findet Ihr unsere Antworten auf eine Anfrage des Katholikenrats Leverkusen zu Sonntagsöffnungen.

Wochenpost
Wochenpost 15/2014

Zurzeit gibt es viel Gerangel um das Thema Vollsortimenter in Bergisch Neukirchen, Quettingen und Rheindorf Nord. Wie beurteilen Sie die jeweilige Lage und den dortigen Einfluss von bürgerschaftlichem Engagement?

Wir sehen derzeit bei der Grundversorgung mit Lebensmitteln keine Defizite in Leverkusen. In Quettingen besteht z.B. eine hervorragende Grundversorgung durch die Discounter und den nahen Vollsortimenter an der Pommernstr. Für Rheindorf und Bergisch Neukirchen gilt ähnliches. Der reflexartige Ruf nach Vollsortimentern dient vor allem Investorenbedürfnissen und nicht den Bürgern, die sich zurecht dagegen wehren, weil die Forderung an der Lebenswirklichkeit vor Ort vorbei geht. Defizite gibt es am ehesten bei Fachgeschäften, die durch die wirtschaftliche Entwicklung unter besonderen Druck geraten sind. Vollsortimenter schaden den verbliebenen Fachgeschäften vor Ort. Bei unklarer Bedarfslage sollten keine Neubauten für Gewerbe forciert werden. Das größere Problem sehen wir eher bei den vielen Leerständen und mangelnder Parkraumbewirtschaftung, die die Kunden zu Vollsortimentern mit kostenfreien Parkplätzen treibt.

Wenn ihr auch die Antworten der anderen Parteien lesen wollt, schaut in der Online-Ausgabe der Wochenpost nach.

Brief vom Katholikenrat Leverkusen
Brief vom Katholikenrat Leverkusen

Außerdem fragte uns der Katholikenrat Leverkusen nach unserer Meinung zu Sonntagsöffnungen. Wir wollen Euch unsere Antwort dazu ebenfalls nicht vorenthalten:

Welche Anzahl halten Sie für Leverkusen für angemessen? Wie stehen Sie zu Sonntagsöffnungen an kirchlichen Feiertagen? Unter welchen Kriterien würden Sie einer Sonntagsöffnung zustimmen?

Die Piratenpartei hat zur Öffnung an Sonn- und Feiertagen derzeit keine Position. Arbeitnehmer haben am Wochenende ein Recht auf Erholung und gemeinsame Zeit mit der Familie. Wir stellen jedoch auch die gesellschaftliche Realität fest, dass fast ein Drittel der Werktätigen regelmäßig sonn- und feiertags arbeitet.

Eine Ausweitung der Sonntagsöffnungen würde diese Quote noch erhöhen, eine Reduzierung der bisherigen Sonntagsöffnungen jedoch auch die Möglichkeit derer, die vorwiegend auf freie Wochenenden angewiesen sind, um den Bedarf an Lebensmitteln u.ä. zu decken, reduzieren. Die Öffnungen müssen sich daher vor allem am konkreten Bedarf orientieren. Aus diesen Gründen sehen wir zur Zeit keinen Bedarf, die bestehende Regelung zu ändern.

Klarmachen zum Ändern!

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