Leverkusener PIRATEN bedauern Aus für das Freibad Auermühle

Die Stadt Leverkusen möchte das Freibad Auermühle in Schlebusch endgültig schließen. Es hatte zahlreiche Versuche gegeben, die Auermühle zu retten. Die Bürgeriniative „Rettet die Auermühle“ sorgte 2011 in privater Initiative für den Weiterbetrieb und konnte Verluste des Bades deutlich reduzieren. Ein von der Linken und der SPD initiierter Bürgerentscheid war nicht zustande gekommen.

Nun wird der Standort Auermühle aufgegeben. Wie befürchtet soll nun aus dem Schwimmbad und seinen Parkplätzen endgültig Bauland werden. Die reizvolle Lage soll finanzkräftige Investoren locken: Wohnungen, Stadtvillen, Parkhäuser oder Bürogebäude könnten entstehen. Damit wären Fakten geschaffen, obwohl das Ratsbündnis Jamaika Plus vor einem Jahr noch verkündete, keine „endgültige Aufgabe“ zu beabsichtigen. Das Schlebuscher Freibad wird dem von der Bevölkerung nicht angenommenen Kombibad in Opladen geopfert.

Die Leverkusener PIRATEN sehen dies kritisch, weil das für Kinder und Geringverdiener ehemals günstigste Schwimmbadangebot in unserer Stadt wegfällt und die Lebensqualität vor Ort in Schlebusch beeinträchtigt wird. Dass ausgerechnet der Lärmschutz dafür herhalten soll, dass das Freibad Auermühle keine Zukunft haben darf, ist nur noch als lächerlich zu bezeichnen. Jamaika Plus würdigt mit dem heute gefassten Beschluss einmal mehr das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt nicht. Wir bedauern dies zutiefst.

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Kommentare

3 Kommentare zu Leverkusener PIRATEN bedauern Aus für das Freibad Auermühle

  1. Oliver Ding schrieb am

    Ich traue z.B. verwerflicherweise Quellen wie der Rheinischen Post, die davon sprach, dass die SPD „aktive Hilfe für den Bürgerentscheid“ anbot, oder messe die Ratsmehrheit an den Aussagen, die sie vor einem Jahr trafen. Wenn die SPD der Ankündigung keine Taten hat folgen lassen, möge man dies bitte der SPD vorwerfen.

    Interessant aber, dass Frau oder Herr egal zum einen gut über Kampagnen der Linken, aber auch über Einlassungen der Jamaikaner Bescheid weiß.

  2. Mite schrieb am

    Ahoi,
    danke erst einmal für die Lobhudelei auf die Ratsmehrheit Jamaika+ Aber ich stimme zu, das es einigen derzeit amtierenden „Politikern“ an [Zitat:] „politischer Weitsicht und Hintergrundwissen mangelt“

    Fakt ist:
    Die Auermühle wird wegen ~400.000Euro Zuschuss im Jahr geschlossen. Bei einem Tages-Eintrittspreis von knapp 2,50Euro. Die Stadt schiesst an das Spaßbad Calevornia im Jahr rund 1.600.000 Euro zu, bei Eintrittspreisen von 9,40Euro für den Tag. Das Calevornia wird sich ein Durchschnittsverdiener vielleicht einmal im Monat mit seiner Familie leisten können, und schon sind 50Euro weg. (Wenn man noch etwas Essen möchte)
    Und ja, die Auermühle müsste saniert werden. Und das nicht zu knapp. Aber genau das gleiche passiert jetzt für 3Monate mit dem Calevornia. Und diese Kosten werden nicht minder gering werden.

  3. egal schrieb am

    Nur so zur Info: Die SPD hat unter Küchler schon 2007 das Aus für die Auermühle beschlossen. Das sog. Engagement der SPD in dieser Sache ist schiere Augenwischerei. Des weiteren hat sich die SPD niemals in irgendeiner Weise an den Durchführungen des Bürgerentscheides der Linkspartei beteiligt.

    Jamaika den schwarzen Peter zuzuschieben entbehrt daher jeglicher Grundlage. Schließlich war es Buchhorn der mit seiner Initiative dafür gesorgt hat, dass das Freibad noch ein Jahr länger offen geblieben ist. Dies war ein Fehler aufgrund der vorliegen wirtschaftlichen Defizite und wenn man sieht, was der politische Gegner nun daraus macht. Aber hier sieht man mal wieder, wie es vielen „Politikern“ in Leverkusen an politischer Weitsicht bzw. Hintergrundwissen mangelt.

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